PPWR, Unternehmen und DMOs: LPM Packaging auf der MARCA 2026

PPWR, Unternehmen und DMOs: LPM Packaging auf der MARCA 2026

PPWR, wenn das Gesetz auf die Verantwortung der Industrie trifft

Die neue EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern eine regulatorische Realität, mit der sich Unternehmen und Lieferketten umgehend auseinandersetzen müssen. Auf der MARCA 2026, BolognaFiere, konzentrierte sich der dem Thema PPWR gewidmete Roundtable auf den Dialog zwischen Produktionssystem, Einzelhandel und Institutionen. LPM Packaging nahm teil und brachte eine fundierte, praxisorientierte und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Branchenperspektive ein.

„UNTERNEHMEN UND DMOs: NEUE HERAUSFORDERUNGEN UND VERANTWORTLICHKEITEN IM RAHMEN VON PPWR“.

Dies ist der Titel des Runden Tisches, der heute von 14:30 Uhr bis 16:00 Uhr im Rahmen der MARCA 2026 stattfand und von [Name der Organisation fehlt] organisiert wurde. MARCA von BolognaFiere & ADM und CONAI – Nationales Verpackungskonsortium. Ein Titel, der keinen Raum für Missverständnisse lässt und sofort den Charakter der Diskussion verdeutlicht: keine einfache regulatorische Präsentation, sondern ein Moment gemeinsamer Reflexion über die operativen Verantwortlichkeiten, die die neue europäische Verpackungsverordnung Unternehmen und Managementsystemen auferlegt.

Verordnung (EU) 2025/40, bekannt als PPWR Die Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle) ist eine der Säulen der europäischen Strategie für eine Kreislaufwirtschaft. Dieser ambitionierte Text behandelt den gesamten Lebenszyklus von Verpackungen – von der Entwicklung über die Produktion und das Inverkehrbringen bis hin zur Entsorgung – mit dem Ziel, die Gesamtmenge an Abfall zu reduzieren, den Einsatz von Primärrohstoffen zu begrenzen und nachhaltigere, effizientere und recyclingfreundlichere Verpackungsmodelle zu fördern.

Während der Veranstaltung, die mit institutionellen Grußworten eröffnet wurde Rossano Bozzi (BolognaFiere), Marco Pagani (ADM) und Simona Fontana (CONAI) hat sich ein gemeinsames Verständnis herausgebildet: Die PPWR ist keine branchenspezifische Verordnung, sondern ein systemisches Instrument, das die gesamte Wertschöpfungskette beeinflusst. Industrie, Vertrieb, Konsortien, öffentliche Stellen und Verbraucher sind aufgefordert, ihre Rollen, Verantwortlichkeiten und Prozesse zu überdenken.

Die Sitzung „Roadmap zum PPWR“Die vom Forschungszentrum für Kreislaufwirtschaft von CONAI zusammengestellte Analyse bot eine strukturierte Interpretation der Verordnung und erläuterte deren Ziele, Fristen und wichtigsten Neuerungen. Dies ist ein entscheidender Schritt, um zwischen bereits Definiertem und noch in der Ausarbeitung befindlichem zu unterscheiden und so vereinfachte Interpretationen oder eine überstürzte Umsetzung zu vermeiden.

Doch im Zentrum des Treffens, beim Runden Tisch „Die PPWR: Ein Wort aus der Wirtschaft“, nahm die Debatte eine tiefere und konkretere Dimension an. Hier ist die Verordnung nicht mehr nur ein Gesetzestext, sondern eine industrielle Angelegenheit geworden, die sich aus technologischen Entscheidungen, Investitionen, der Kompatibilität der Lieferkette und der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit zusammensetzt.

In diesem Zusammenhang ist das Eingreifen von Massimiliano Magagnoli, Präsident von LPM Packaging, Der Sprecher eines Unternehmens, das sich täglich mit der Entwicklung und Produktion von Verpackungen befasst und dabei einen starken Fokus auf innovative Materialien, Biopolymere und umweltschonende Lösungen legt, brachte PPWR mit diesem Beitrag wieder in den Fokus der Produktion und verdeutlichte, dass Nachhaltigkeit nicht allein als gesetzliche Vorgabe oder Kommunikationsinstrument betrachtet werden kann. Nachhaltigkeit ist notwendig, um zu funktionieren. muss industriell rentabel sein.

Bei der Entwicklung von PPWR-konformen Verpackungen geht es nicht nur um das verwendete Material. Auch Gewicht, Dicke, Funktionalität, Produktsicherheit, Kompatibilität mit bestehenden Produktionslinien, Anpassungsfähigkeit an Sammel- und Recyclingsysteme, Verfügbarkeit von Sekundärrohstoffen und die wirtschaftliche Tragfähigkeit der notwendigen Investitionen spielen eine Rolle.

Aus Sicht von LPM Packaging besteht eines der Hauptrisiken in der Anwendung vereinfachter Ansätze, die die Komplexität industrieller Lieferketten nicht ausreichend berücksichtigen. Die PPWR setzt zwar unterstützenswerte Ziele, erfordert aber eine fachlich fundierte und verantwortungsvolle Auslegung ihrer Auswirkungen, insbesondere für Verpackungsunternehmen, die Innovation, Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Wettbewerbsfähigkeit in Einklang bringen müssen.

In diesem Kontext kommt der Rolle von CONAI und dem Konsortiumssystem eine strategische Bedeutung zu. Die im Rahmen der Veranstaltung vorgestellten Instrumente – von Dienstleistungen zur Unternehmensförderung bis hin zu Leitlinien für die Gestaltung konformer Verpackungen – bilden ein wichtiges Bindeglied zwischen der Verordnung und ihrer praktischen Umsetzung. Diese Unterstützung ist unerlässlich, um Unternehmen, insbesondere KMU, durch einen komplexen und vielschichtigen Übergangsprozess zu begleiten.

Die Diskussion verdeutlichte auch einen weiteren, oft übersehenen Aspekt: ​​Es gibt keine Universallösung für nachhaltige Verpackungen. Reduzierung, Wiederverwendung, Recycling und Kompostierbarkeit sind unterschiedliche Instrumente, die je nach Produkt, Lieferkette, Logistik und Endverbraucherverhalten gezielt eingesetzt werden müssen.

In diesem Sinne ist die Stimme der Unternehmen kein Antrag auf Ausnahmeregelungen, sondern ein Aufruf zu industriellem Realismus. Es geht darum, ein Regelsystem zu schaffen, das messbare Umweltvorteile erzielt, ohne wirtschaftliche Verzerrungen zu verursachen oder Auswirkungen von einem Glied der Lieferkette auf ein anderes zu verlagern.

Die Teilnahme von LPM Packaging an MARCA 2026 ist Teil dieses Diskussions- und Verantwortungsprozesses.PPWR stellt eine bedeutende Herausforderung dar, bietet aber auch die Möglichkeit, Verpackungen bewusster und effizienter zu überdenken, im Einklang mit den Umwelt- und Produktionsbedürfnissen unserer Zeit.

Der heute in Bologna begonnene Dialog endet nicht mit einer einzelnen Veranstaltung. Es handelt sich um einen fortlaufenden Prozess, der von Unternehmen nicht nur Anpassung, sondern auch eine aktive Mitwirkung am Aufbau eines nachhaltigen, wettbewerbsfähigen und zukunftsorientierten Verpackungsmodells verlangt.

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